Trainingsplan: Wie vermittelt der Trainer Trainingsinhalte?

Trainingsplanung: Inhalte richtig vermitteln

Trainingsplan

Zu einer guten Trainingsplanung gehört auch: Wie vermittelt der Trainer den Kindern die Trainingsinhalte (Fußballtechniken, Fußballtaktik), erklärt Übungen und gewährleistet, dass die Kinder möglichst viel lernen?

1) Vormachen:

Trainingsplanung: Vormachen der Trainingsinhalte

Trainingsplanung: Vormachen der Trainingsinhalte

Ohne große Erklärungen kann der Trainer Trainingsinhalte vormachen, um zu zeigen wie die Bewegungen aussehen. Dabei sollte die eigene Fussballtechnik ausreichend gut sein.

Häufig bietet es sich an, dass man einen Spieler auswählt, der die Technik schon beherrscht, der dann die Bewegung vorführt.

Die übrigen Spieler versuchen dann, diese neue Bewegung möglichst präzise nachzumachen. Dies ist die ökonomische und schnelle Art der Vermittlung von Bewegungen.

2) Bewegungsanweisung:

Mit Bewegungsanweisungen legt der Trainer genau fest, was die Kinder tun sollen und lässt keine eigenen Lösungswege zu.
Beispiel: „Nimm den Ball und schieß den Ball mit der Innenseite zu deinem Partner. Die Fußspitze sollte dabei nach außen zeigen.“  Ohne große Erklärungen zeigt der Trainer die Bewegungen oder lässt sie von einem Spieler demonstrieren. Die Kinder versuchen, die gesehene Technik möglichst präzise nachzumachen. Dies ist eine ökonomische und schnelle Art der Vermittlung von Bewegungen.

3) Bewegungsaufgabe:

Damit Kinder eigene Ausführungsarten testen und erproben können, sollte der Trainer möglichst häufig Bewegungsaufgaben geben, die die Kreativität der Kinder berücksichtigt.
Beispiel: „Versuche mit deinem Ball so schnell wie möglich um das Hütchen herumzudribbeln. Überlege dir, wie du den Ball in die neue Richtung bewegst.“

4) Freies Spiel:

Im freien Spiel erhalten die Kinder die Möglichkeit, vielfältig Bewegungen, gelernte Techniken und neue Lösungen auszuprobieren. Es dient den Spielern also als Experimentierfeld für kreatives Handeln. Der Trainer sollte deshalb Versuche der Spieler, die nicht sofort erfolgreich ablaufen, sensibel korrigieren und gelungene Ansätze sofort loben und hervorheben. Die Spieler lernen darüber hinaus, sich mit anderen Kindern zu verständigen und Regeln sowie Absprachen zu akzeptieren.

Die Methoden bei der Vermittlung von technischen Fertigkeiten und taktischen Fähigkeiten ergänzen sich sinnvoll. So führt eine Bewegungsaufgabe häufig zu einer Bewegungsanweisung, die mit einer Vorführung durch den Trainer oder eines Spielers verbunden ist. Anschließen erhalten die Spieler die Gelegenheit, die gelernten Inhalte im Spiel zu erproben.

Wann beherrschen die Spieler die gelernten Techniken auch im Wettkampf?

Der Prozess des motorischen Lernens vollzieht sich in drei Phasen:

  1. Die Spieler erlernen den Grundablauf einer Bewegung in der Grobform.
  2. Durch  weiteres Üben mit gezielter Korrektur durch den Trainer erwerben sie die Feinkoordination der Bewegung.
  3. Eine sehr wichtige (doch häufig vernachlässigte) Phase ist die Stabilisierung und Automatisierung der gelernten Bewegung.

Häufig dauert es jedoch Monate oder sogar Jahre, bis im Training geübte Techniken auch im Pflichtspiel (Meisterschaft/Pokal) sichtbar sind. Das Amt des Jugendtrainers erfordert daher sehr viel Geduld.

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